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INDEPENDENCE DAY

Liebe Leserinnen und Leser,

meinen PP-Newsletter habe ich in zwei Teile aufgespalten, die getrennt versendet werden. In einen „allgemeinen“ (Teil A) und in einen Börsenteil (Teil B), der sich an Anleger richtet. Beide Teile werden aus technischen Gründen im wöchentlichen Wechsel versendet werden, um ein zu hohes Mail-Aufkommen zu verhindern. Heute ist wieder Teil A an der Reihe.

Heute begehen die Amerikaner den Unabhängigkeitstag, also den 30. Jahrestag der Befreiung der Erde von Aliens durch Will Smith. Wer bei diesem Thema evtl. noch Wissenslücken hat, kann sie hier schließen: Link

Offiziell hingegen geht es heute um die 250 Jahr-Feier der Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten durch den Kontinentalkongress am 4. Juli 1776 in Philadelphia. Und das heute Abend zu diesem Anlass in Washington abgebrannte Feuerwerk soll alles toppen, was die Welt bisher gesehen hat.

Was die Nutzung von Feuerwerk im übertragenen Sinne betrifft, sind es ohnehin die Amerikaner, die sich diesbezüglich der mit Abstand größten Expertise rühmen können, was bei den heutigen Feierlichkeiten aber ganz bestimmt nicht thematisiert werden wird.

Denn seit ihrer Gründung vor 250 Jahren haben die USA allein bis 2016 insgesamt 219 Kriege vom Zaun gebrochen, die Sowjetunion bzw. das „imperialistische“ Russland vierzehn, Deutschland neun, die rote Gefahr aus China fünf und der „Terrorstaat“ Iran einen: Link

In unseren Geschichtsbüchern wird sich all das nicht finden lassen. Aber dort werden unsere Enkel lesen dürfen, dass es 2020 eine gar schreckliche Pandemie mit Übersterblichkeit gegeben hat. ...

Dass es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk trotz seiner unendlichen Geschichte der Lügen, der Manipulation und der Hetze immer noch gibt, das schreit zum Himmel. Wider besseres Wissen werden rund um die Uhr Narrative bedient, die bei auch nur oberflächlichem Hinschauen einfach in sich zusammenfallen. Aber was tut man heutzutage nicht alles, um der breiten Mitte der Gesellschaft das Gefühl zu geben, einer kleinen Minderheit rechter, ewig Gestriger zuzugehören und Gefahr zu laufen, erst moralisch und letztlich auch physisch bald ausgegrenzt zu werden.

Wichtigstes Mittel dieser auf Gehirnwäsche und Angsterzeugung ausgerichteten Propaganda ist die permanente Wiederholung, gepaart mit „Folge der Wissenschaft“ und der Herabsetzung oder gar Verfolgung jedes Selbstdenkenden. Ein Beispiel:

Der Brexit vom 31.12.2020 hat die britische Wirtschaft in einen Abwärtsstrudel gerissen und die Inflation ins Uferlose steigen lassen. Gerade junge Menschen auf der Insel wünschen sich eine Rückkehr in die Europäische Union. Erst gestern zweimal gelesen und fünfmal gehört. Dann muss es ja wohl so sein und wir können froh sein, dass Deutschland noch in der EU ist.

Der Blick auf meine Wirtschaftsdaten zeigt mir allerdings, dass die Inflation in Großbritannien aktuell bei 2,80 Prozent rangiert und damit keineswegs höher als in der EU. Und beim Bruttoinlandsprodukt liegen die Briten aktuell bei einem Plus von 0,9 Prozent, Euroland hingegen bei 0,3 Prozent. Die Briten haben also die Nase vorne.

Es liegt auf der Hand, dass auch die Verbreiter des Brexit-, des Corona- und des Klimamärchens die Wahrheit kennen. Dennoch verdrehen sie sie ganz bewusst ins Gegenteil, um Angst und Panik zu schüren und die Menschen dazu zu bringen, bestenfalls nutzlosen Maßnahmen Folge zu leisten. Aber glücklicherweise funktioniert das nicht immer:

Im ausgesprochen bunten und vielfältigen Köln beispielsweise (über 40 Prozent der Einwohner haben einen Migrationshintergrund, bei den bis 18-Jährigen über 60 Prozent) hat sich die fürsorgliche Obrigkeit angesichts der hochsommerlichen Temperaturen so einiges einfallen lassen, um die Dauerbeschallung der Bevölkerung mit menschengemachtem Klimawandel, Hitzerekorden, Hitzetoten und Erderwärmung tatkräftig zu unterstützen.

Zuerst wartete die Domstadt mit einem umfangreichen Hitzeschutzplan auf, dann schuf sie ein Hitzeportal und ein Hitzezentrum. Gekrönt wurden diese Bemühungen nun durch die Errichtung einer „Hitzeschutz-Unterkunft“, beheimatet in zwei Messehallen, heruntergekühlt auf 24 Grad, ausgestattet mit 100 Feldbetten, betreut von der Feuerwehr und zwei Notärzten und in ihrer Attraktivität gesteigert durch die kostenlose Ausgabe kalter Getränke.

Zur Eröffnung dieses beispielhaften Projekts reiste ein Kamerateam von RTL an, um die Szene für künftige Generationen festzuhalten. Die Türen wurden geöffnet, die Klimaanlagen surrten, die Notärzte standen bereit, das Blaulicht unterstrich die brenzlige Situation. Und dann:

Dann stand niemand vor der Türe. Nicht einer von über einer Million Kölnern und Kölnerinnen. Denen war‘s wohl einfach zu warm, um schon wieder den nächsten Klamauk mitzumachen. Schade um das viele Geld!
Link

Reformen: Ein Anfang, mehr leider nicht ...

Nachdem der vom Bundeskanzler angekündigte Herbst der Reformen ausblieb und es auch weder einen Winter oder ein Frühjahr der Reformen gab, einigte sich die Koalition jetzt auf ein Reformpaket(chen). Aber angesichts dessen, was diese Regierung seit Amtsantritt (nicht) geleistet hat, sehen wir jetzt zumindest einmal einen Versuch, irgendwie in die Pötte zu kommen.

Eine steuerliche Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen in Höhe von 10 Mrd. Euro ist in Anbetracht eines Bruttoinlandsprodukts von fast 4.500 Mrd. Euro eher homöopathischer Natur und in keiner Weise geeignet, die Kaufkraft und damit vielleicht auch die Nachfrage messbar zu erhöhen. Zumal die Bundesregierung jetzt ja auch die Erhöhung der Steuern auf Tabak, Alkohol und Süßgetränke angekündigt hat und den Fortfall der beitragsfreien Mitversicherung von Familienangehörigen in der gesetzlichen Krankenkasse.

Die Reformen im Gesundheitswesen, vor allem das Thema ärzliche Bescheinigung im Krankheitsfall sind me. E. wirklichkeitsfremd. Es ist ja nicht der typische Arbeitnehmer, der krankheitsbedingt 14,8 Tage pro Jahr (Stat. Bundesamt für 2024) ausfällt.

Der rel. hohe Durchschnitt der Krankheitstage kommt vor allem durch die lange Ausfallzeit von Arbeitnehmern mit psychischen Erkrankungen (Burnout, Depressionen) zustande. Und deren Fallzahlen stiegen in den vergangenen Jahren deutlich an. Wobei ich durchaus einige Ideen hätte, woran das denn liegen könnte. ...

Hier müsste nach den Ursachen geforscht werden anstatt im Gesundheitswesen ein neues bürokratisches Monster zu schaffen und in einem Atemzug vom geplanten Bürokratieabbau zu reden.

Um die den Menschen wirklich auf den Nägeln brennenden Themen hat Schwarz-Rot mit diesem Reformpaket einen ganz, ganz großen Bogen gemacht. Wie soll die Deindustrialisierung des Landes gestoppt werden, wie die im internationalen Vergleich viel zu hohen Energiekosten heruntergebracht werden, wie die fortgesetzte, legale und illegale Einwanderung in die Sozialsysteme gestoppt werden, wie der Wohnungsmarkt belebt, wie das Absinken des Bildungsniveaus beendet werden? Und wie eine Roadmap erstellt, die eine Friedens- anstelle einer Kriegswirtschaft als Ziel hat?

Auch darüber, wie sich Deutschland vor einer drohenden Massenarbeitslosigkeit schützen kann, findet sich im Reformpaket kein einziges Wort. Entlassungen im 100.000er Pack wie bei Volkswagen bedeuten massive Kosten für die Sozialkassen.
Last but not least geht es im Reformpaket leider so gut wie ausschließlich um die Verbesserung der Einnahmenseite. Die schwäbische Hausfrau würde es genau andersherum machen.

Es scheint so, als ob es die nahenden Landtagswahlen gewesen sind, die die Bundesregierung jetzt aus ihrem Dornröschenschlaf aufgeschreckt haben. Denn dort hat sich die AfD die Pole-Position gesichert.
Entschlossen gegen den Faschismus!

Unter diesem Motto versuchten heute angeblich 50.000 Demonstranten eines sog. Aktionsbündnisses, der Gewerkschaften, der Kirchen, Fridays for Future, der Omas gegen Rechts, der Antifa und der anderen üblichen Verdächtigen aus dem Lager „unsere Demokratie“ in Erfurt, den bis morgen dauernden Parteitag der AfD zu verhindern.

Erreicht werden sollte das durch Blockaden der Zufahrtswege zum Tagungsort. Geklappt hat es nicht. Aber nach den zahlreichen Gewaltaufrufen rot-grün indoktrinierter Wohlstands-Kiddies und der Warnung der Polizei vor einem „Endzeitszenario“ blieb es erfreulich friedlich. Bis jetzt zumindest.

Mir kann bis heute niemand erklären, warum er sich als Demokrat fühlt, wenn er einen Parteitag einer nicht verbotenen Partei, die noch dazu die mit der größten Wählergunst ist, auf kriminelle Art und Weise verhindern will. Die grundgesetzlich verbriefte Versammlungsfreiheit gilt auch für die AfD. Und das Recht auf körperliche Unversehrtheit auch für deren Mitglieder.

Wer die Demokratie durch ein Parteiverbot sichern zu müssen glaubt, der hat Angst vor ihr. Und ist selbst alles andere als ein Demokrat!

Mit besten Grüßen und Wünschen!

Axel Retz

„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“

Walter Ulbricht (1893 - 1973), Staatsratsvorsitzender der DDR

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